Samstag, 21. Januar 2017

Geburtstagskleid 2016 - Vogue Vintage 9105


Der Tag, der alle 4 Jahre wieder für einen Amerikaner sein grosser Tag ist, ist für mich alle Jahre wieder der Tag, an dem ich gerne viel Kuchen esse.

Und während also in den letzten Tagen die einen



sich auf den Augenblick vorbereiteten, mächtigster Mensch der Welt zu werden, stichelten die anderen am Geburtstagskleid.

Der Zusammenhang von meinem Geburtstag und der Vereidigung des jeweiligen US-Präsidenten ist mir von Kindesbeinen an bewusst gewesen; prägte mich doch ein zutiefst politischer Vater.

In meiner Kindheit hatten die mächtigen Männer alle sehr lustige Namen, wie zum Beispiel der Herr Kater, der am Tag meiner Geburt sein Amt aufnahm.





oder etwas später der Herr Regen:





In den Nachrichten sprach man zu der Zeit auch schon mal über den Herrn Honig.





Nun ja, vielleicht schreibe ich mit meinem diesjähriges Jubiläumskleid keine so grosse Weltgeschichte, aber fein Abendessen war es jedenfalls mit mir.









Diese beiden Bilder sind von der Anprobe vor dem Säumen gemacht. Der Schalgürtel gehört eigentlich dazu, hat sogar ein Extraschnittteil. Jedoch, ich mag es ohne lieber.













Stoff: ein geschenkter Dirndlstoff in dunkelrot mit  gelb-türkisem Streumuster. Ich habe mir das Hirn zerbrochen, ob wohl eine rote Schärpe oder eine gelbe besser passen würde, ob so gackerlgelb nicht den Gesamteindruck zerstören würde, da fiel mir aus Versehen ein Stoffstück in die Hände, das ich nie dokumentiert und deshalb total vergessen hatte.
Ein petrolfarbener Rest, den ich lange Zeit bei der Weihnachtsdeko hatte, wofür auch immer. Naja, das gefiel mir farblich sehr, doch da wusste ich noch nicht, dass es mir angezogen nicht so zusagt. Ich hatte dann das türkise Dreieckstuch dabei.

Schnitt: Vogue 9105

Bei diesem Schnitt waren ein paar Details drin, die ich vorher noch nie gemacht hatte. Zum Beispiel Paspelknopflöcher.
Es gibt dafür ein eigenes Schnittteil, das ich benutzen konnte und ich habe mich einfach genau an die Anleitung gehalten. Aber mir wurde ein Tipp gegeben für eine gute Paspelknopflochanleitung, die ich hier verlinke.
Beim nächsten Mal möchte ich das ausprobieren.

http://www.threadsmagazine.com/item/23510/how-to-sew-a-bound-buttonhole/page/all

Zum anderen war bei dem Kleid etwas dabei, was ich nicht verstehe, wofür es gut ist. Uer den Armen wird an der Stelle, wo die seitlichen Kleidteile an den Ärmel stossen ein kleines Quadrat aus Einlage aufgenäht und eingeknickt. Evtl. zur Stabilisierung?

Was ich geändert habe: Ich habe sehr gekürzt, was meiner kleiner Körpergrösse geschuldet ist. Ich habe erst Grösse 12 ausgemessen und ausgeschnitten, dann aber im Nähprozess soweit verkleinert, dass ich effektiv mit einer 10 ausgekommen wäre.
Ausserdem hab ich die "Versteifung" -einen Futterunterrock in steifem Stoff- weggelassen, da ich das Kleid meistens nicht so überschick tragen werde.

Ich möchte den Schnitt gerne nochmal ausprobieren in einem Sommerstoff, denn dieser Stoff ist extrem schwer und wollig und liess sich kaum bügeln. Ich denke, mit einem leichteren Baumwollstoff ist das ganze noch mal einfacher über die Bühne zu bringen, ich habe mich nämlich schon ein bisschen gefuchst.

Geschenkt bekommen habe ich u.a. Stoffgutscheine und ich habe schon voll Pläne geschmiedet! Danke an S. und H., es wird ein schwarzer Mantel😊







Mittwoch, 18. Januar 2017

MMM #44

Weil wir hier massig Schnee und Grade weit unter 0 haben, folgt ein Post über die warme Winterkleidung; auch wenns langweilig ist, ist es doch die Wahrheit ;-)



Die Pelzkappe voll mit schneeigen Tupfen,
behäng` ich die Bäume mit hellem Kristall.

Ich bringe die Weinacht und bringe den Schnupfen,
Silvester und Halsweh und Karneval.

Ich komme mit Schlitten aus Nord und Nord-Ost.
- Gestatten Sie: Winter. Mit Vornamen: Frost.

Mascha Kaleko





Ich trage auf den Bildern den jüngeren der beiden Trachtenröcke und einen kratzigen alten Pullover.










Ich habe den Rock hier vorgestellt und bin total froh, dass er mir gefällt und supergut zu tragen ist.

Jahrelang lagerten ein paar Dirndlstoffe im Stoffkeller, was mich auch lange nicht gestört hat. Ich habe ja über Jahre nur sporadisch und für die Tonne genäht, und die Stoffe, die ich aufbewahrte, waren für mich Traumreisen ins Nimmernimmerland.

Aber seit ich richtig nähe und realisiert habe, dass ich keine Dirndl machen möchte, hat mich dieser Besitz etwas belastet.

Aus dem braunen Seidenstoff wurde ein völlig undirndeliger Rock, aus dem roten, schweren Winterdirndlstoff, den man in diesem Post sehen kann, ist gerade ein Vogue-Vintage-Kleid in der Mache -und wird hier ganz bald vorgezeigt- und aus den anderen beiden Trachtenstoffen wurde dieser Rock, der zwar trachtig ist, mir aber dennoch zusagt.

Der Pulli ist alt und sehr warm, aber hübsch. Hier gehts zum Ursprungspost und hier hab ich ihn vor ein paar Wochen schonmal beim MMM gezeigt.



Letztens war ich übrigens in einer grossen Einkaufspassage und entdeckte zwischen all den Läden und Lädchen eine Änderungsschneiderei.
Da wurde ich auf einmal so dankbar und fröhlich, dass wir hier das Schneidern als Hobby haben dürfen und nicht für Geld Hosen kürzen und Reissverschlüssen tauschen müssen.
Was hab ichs gut!



Mittwoch, 11. Januar 2017

MMM #43 Lieblingsstück 2016

Hallo zum ersten Memademittwoch im neuen Jahr!

Ich habe in 2016 einiges an Neuzugängen produziert; grossteils dem Umstand geschuldet, dass ich in der zweiten Jahreshälfte von 2015 viel Gewicht verloren habe und dann zum Anfang des letzten Jahres der Inhalt des Kleiderschrank sehr, sehr übersichtlich geworden war.

Ich habe ausser Strumpfhosen und ein paar Basic-Hemdchen in kurz- und langärmelig gar nichts gekauft und viel von alten Kaufsachen aussortiert.

Komischerweise erscheint die Menge für viele, die es mitkriegen (aber auch ein bisschen für mich selber) total wahnwitzig; als meine Garderobe in der Kaufkleidungsversion genauso gross - oder grösser - war, hat sich niemand drum geschert.

Was war denn aber nun mein liebstes Teil, das ich 2016 gemacht und getragen habe?

Zuerst konnte ich mich nicht entscheiden zwischen dem Gluckenrock, dem Gertiemantel und dem U-70-Kleid.

Der Rock trägt sich so schön schwingend; der Stoff hat genau die richtige Schwere, und ausserdem ist es mein erster ganzer Teller gewesen, da habe ich mich solange drüber gefreut.
Das Kleid hat sich durch das unscheinbare Grau zu einem Passt-Immer-Teil gemausert, ausserdem liebe ich den Schnitt sehr.

Das Rennen hat dann aber doch der Mantel gemacht; einfach weil ich so lange so stolz drauf war, weil mir die Farbe und der Schnitt so gut gefällt und nicht zuletzt auch deswegen, weil man so einen Mantel dann doch öfter trägt als einen bestimmten Rock, oder ein bestimmtes Kleid. Er ist sozusagen einfach präsenter in meinem Leben.

Ich musste ihn seit dem Originalpost um ein gutes Stück enger nähen; leider sieht das nicht optimal aus. Aber anders hat er geschlackert und es hat so reingezogen, dass ich das in Kauf nehme.









So, jetzt freu ich mich auf den Spaziergang auf dem MMM-Blog, um zu sehen, was euer Lieblingsteil 2016 war!



Dienstag, 3. Januar 2017

....ist so kalt der Winter.....

Die Idee des warmen, wollenen Winterkleides statt übereinander angezogenen All-Time-Favourites hat mir so gefallen, dass ich aus einem uralten Flanell einen kuscheligen Rock genäht habe.




Leider war nicht genug Stoff da, um den Karoverlauf beim Zuschnitt zu berücksichtigen, da dachte ich mir, das geht schon so.

Noch leiderer macht es mir jetzt doch was aus, ich finde es sehr auffällig komisch.





Stoff ist einfach nicht genug da, um da was zu drehen.

Ich freu mich jedenfalls drüber, dass ich schön warm eingepackt durch den Winter komme.

Der Schnitt ist aus der Burda November 1999 und ist dort mit zusätzlichen Saumvolants drin.





Die hab ich nicht übernommen, da ich nichts Festliches wollte, sondern was Handfestes.








Von Reifenduft
befiedert sind die 
Zweige rings. Dort
stäubt vom Baum
der Flocken Flaum.
Wie leichter 
Blütenregen.

J. G. von Salis-Seewis


Sonntag, 1. Januar 2017

Tea at the Ritz



Als ich zufällig ein Foto von diesem Stoff




in einer alten Burda entdeckt habe, war klar, den will ich haben!

Bei diesen Preisen war allerdings genau so schnell klar, den kann ich nicht haben. Also nicht mit gutem Gewissen.

Ich nähe für meinen Hausfrauen-Alltag im Leben mit Kindern, keine Ball- oder Hochzeitskleidung.
Nichts rechtfertig vor mir selbst einen Nur-zum-Spass-Rock für ca. 120 Euro Materialkosten.

Aber die liebe Tante Google spuckte mir ein UK-Ebay-Ergebnis für 10 £ pro Meter aus.
In dem Moment, als ich die Seite gefunden hatte, sass mein Papa mir gegenüber mit seinem Handy in der Hand.
Und mein Papa hat eine Schwester mit Ebay-Account wohnhaft in England. Whatsapp sei Dank war ich 15 Minuten später glückliche Besitzerin des tollen Stoffes.
Das war im September. Bis zum Weihnachtsbesuch habe ich jedoch gewartet, denn wenn wir Versand-Zoll-etc. in Kauf genommen hätten, wäre die Ersparnis wieder weniger geworden.

Da konnte ich die Wahrheit des Sprichwortes erleben "Vorfreude ist die schönste Freude". Ich hab mich wirklich sehr drauf gefreut!






Leider wird in den nächsten Tagen das Budget keinen Tea at the Ritz hergeben, ich such noch nach Alternativen. Nicht so einfach in der Provinz eines Kapselkaffeelandes. Ich überlege weiter!

Danke an H. für deinen Einsatz, Liebe Grüsse!
 


Hallo 2017!

Allen Mitleserinnen und -lesern ein gutes neues Jahr!



Das Video stammt aus einer Kindersendung des ORF: Am Dam Des, ein fester Bestandteil meiner Kinderzeit.
Und es läutet das Jahr 1977 ein, mein Geburtsjahr.

Ich bin gespannt, was 2017 bringen wird, ausser meinem runden Geburtstag!

Auf in neue Nähabenteuer!

Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachtspause







Hark! The Herald Angels sing
Glory to the newborn King.