Donnerstag, 8. Dezember 2016

Trachtiger Trachtenrock



Aus alten Dirndlstoffen wollte ich etwas machen, was kein Dirndl ist, weil ich keins brauchen kann im Moment.

Ein Schürzenstoff aus tannengrünem Stoff mit eingewebten Blumen



Und ein beigefarbenes grob gewebtes Leinen




Leider ist der Rock voll dirndlig geworden.

Oder schlimmer noch: landhausig.

Kann sich noch wer an die Landhausmode Mitte der 90er erinnern? Hemden aus alten Müllersäcken, Wildledermieder und -gürtel und waldbodenfarbige Leinenröcke.

Ganz schick war das, ich hab sogar in so einem Ding geheiratet. Tja, wie sich doch die Zeiten ändern.....

Zurück zu dem 2016er Landhausmoden-Dingens.

Ich hatte am Rocksaum noch braune Zackenlitze, die musste ich wieder abtrennen.
Es war des Guten zuviel.

So entschärft wird der Rock im Herbst und Winter tragbar sein, wenn er auch aufträgt wie 14 Kilo Weihnachtsspeck.



Ich hab nämlich die Falten ganz klein gelegt, nicht solche wie bei meinem ersten Trachtenrock.



Hier auch noch ein Bild von den Knöpfen und dann gehts ab zurück an die Nähmaschine. Das Weihnachtkleid ruft mich!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

MMM #40 in Pantone 2016












Hallo an die Mittwochsdamen und -herren!


Hier seht ihr mein letztes Hirngespinst.
Ich wollte, noch bevor Pantone die Jahresfarbe für 2017 kürt, etwas zum Anziehen in den 2016er Farben nähen. Weil es eine heikle Kombination aus zwei Babyfarben ist, hatte ich zuerst vor, zwei einzelne Kleider je in serenity-hellblau und rosenquartzrosa zu nähen.
Mangels Zeit und Stoff ist es eine Miette in Rosa Hanfwolle zu einem hellblauen Rock geworden.

Mit schwarz schau ich aber gar nicht wie ein Baby aus, oder?

Und ich hab sogar noch einen extra Unterrock dazugezimmert.

Und so wandle ich als pastelliges Zuckerei durch den Schweizer Nebel.

Liebe Grüsse an alle, die noch zum MMM- Blog rüberklicken, und an alle andern auch! 👋👋👋

Sonntag, 4. Dezember 2016

Fair Isle Knit Along 3. Treffen Zwischenstand 2

Wie nahezu alle kleinen, naiven Prinzessinen träumte Prinzessin Stephanie von einer Liebesheirat.

Gesehen, verliebt, glücklich bin an aller Zeiten Ende.

Doch es wurde eine Vernunftsehe.

Der Handel war gemacht und die falschen Farben bezahlt, wie hätte sie noch aus der Nummer raus gekonnt, ohne alle Vernunft fahren zu lassen?

Zuerst beunruhigten sie Gedanken wie "Werde ich nie mehr schön sein? Wenn mein Auserwählter es nicht schafft, mich glücklich zu machen? Wird er meinen guten Geschmack misshandeln? Man liest doch soviel über Misshandlungen in Ehen....
Andrerseits - so eine Vernunftsheirat verlangt dann vielleicht auch nicht bedingunslose Treue meinerseits? Und ich kann mich trösten mit Mietten und Tüchern? Ich füge mich also darein...."

Seufz


Prinz Mesmeric gelobte, die Prinzessin so warm zu halten wie eine Grosse Liebe es nicht besser hätte gekonnt. Und dass er sich zum einen in ihr bestehendes Umfeld einfügen werde, zum andern einen Grund für die Anschaffung vieler neuer Kleidung liefern werde.

Es kam wie so oft in arrangierten Vernunftsehen. Man arrangiert sich eben und dann kommt langsam, langsam, Masche für Masche die Zuneigung.

Und wer weiss? Vielleicht wird es bis Februar noch Liebe bis dass der Altkleidersack uns scheidet?

Verlinkt beim Fairisleknitalong

  


Die Steekseite /Vorderseite

Bald ist der Saum erreicht

Diese beiden Mustersätze fehlen noch. (Für meine Grösse hörts bei der gelben Linie auf)

Weinhachtskleid Sew Along Teil 3

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.


Soweit die Vorgaben von Dodo und Yvonet.

Mein Probekleid ist das Törtchenkleid. Damals schon war an der Teile ein Hauch zu viel Stoff in der Länge; es war aber wegen der nahenden Hochzeit -wofür es genäht wurde- keine Zeit, das noch auszubessern. Und ich habe es so gelassen.

Mittlerweile habe ich noch etwas Gewicht verloren und habe es deshalb nochmal genau untersucht.

Der Fazit ist, dass ich die vorderen Rockteile am Brustansatz etwas kürzen muss






Die Schultern um einiges verschmälern werde


und generell alles obenrum ein wenig kleiner mache. Aber nicht viel, denn im Winter mag ich drunter etwas anziehen können, und da brauchts Platz.

Ich habe also die ersten beiden Änderungen am Schnitt gemacht





und das enger nähen mach ich dann einfach nach Anprobe im Nähprozess.


Ausserdem möchte ich es unten kürzer haben, das ganz lange ist mir zu feierlich / brav.




Ganze 21 cm hab ich wegschnitten an den Rockschnittteilen.





 Dies ist mein fast aktueller Stand der Dinge. Ausgeschnitten hab ich schon. Und ich musste tatsächlich doch noch schwarzen Stoff nachkaufen, ich hätte die Ärmel nicht hinbekommen.
Und Ärmel in grün find ich zu bunt oder zu vermixt.

So, nun  bin ich gespannt, wie weit die Mitstreiterinnen sind.
 http://memademittwoch.blogspot.ch/2016/12/weihnachtskleidsewalong-teil-3.html?m=1

Apfent, Apfent... (frei nach G. Polt)




Zwoa Kerzerl am Adventskranz

und da Glanz broat' si aus.

Dahoam bei da Muatta

riachts schon bsunders durchs Haus.


Schum schei, didel dei, de Weihnacht kimmt glei.

Schum schei, didel dei, de Weihnacht kimmt glei.

Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachten - In trockenen Tüchern

Zu den gewissen Saisonen findet sich doch noch irgendwo ein vergessenes MeMade.
Zu Ostern war es eine kleine Tischdecke und jetzt zur Weihnachtszeit hab ich vier bestickte Handtücher wieder auf dem Schirm.
Ich habe sie vor einigen Jahren gestickt.



Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzet würde, und diese Schätzung war die erste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war, und jedermann ging, dass er sich schätzen liesse. Ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf Joseph, aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zu der Stadt David, die da heisset Bethlehem, darum dass er von dem Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen liesse mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.





Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.





Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde und siehe, des HERREN Engel trat zu Ihnen. Und die Klarheit des HERREN leuchtet um sie. Und sie fürchten sich sehr, und der Engel sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht, siehe ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volke widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren welcher ist Christus der Herr in der Stadt David."





Da nun Jesus geboren war zu Betlehem im jüdischen Lande, siehe, da kamen die Weisen aus dem Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehn im Morgenlande und seind gekommen ihn anzubeten" (...) Und funden das Kindlein und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen.






Donnerstag, 1. Dezember 2016

Die wandelnde Wolldecke

Meine beste Schwester, die ich sehr mag und schätze, hat mir einen Stoff vom Mayachufermarkt geschenkt, denn sie wusste, ich wollte mir einen warmen Mantel nähen.

Was sie nicht wusste, war, dass es der Gertiemantel hätte werden sollen. Der wurde es dann auch, aber aus anderem Stoff.

Der Schwesternstoff ist elastisch und fleeceartig. Eher rustikal oder sportlich.

Ich habe ja durchaus einige Gelegnheiten, wo es so eine Jacke braucht, die aber trotzdem superwarm sein soll.

Für solche Fälle gibts dann meine grosse Burdasammlung und ich habe folgendes ausgesucht:

aus diesem Heft

diesen Mantel (120 B)


Ich habe ihn ohne Futter gemacht, dafür alles mit demselben Stoff gedoppelt. Muss nicht schön sein, sondern warm. Also nicht figurmässig vorteilhaft, soll das heissen.

Den Schal habe ich entgegen der Burdaanleitung nicht extra genäht, sondern statt des vorgesehenen Stehkragens gleich direkt an den Halsausschnitt angenäht.

Aussdem habe ich die Vorderteile überlappen lassen, so dass es nicht reinzieht oder ähnliches.


Das Schalteil ist mit der Innenseite nach aussen vernäht.

Verschlossen wird das Teil an der Schulter unter dem Schal mit einem Riesenknopf.



Und das Beste? In der dunklen Kälte draussen glitzert die Kunstfaser wie ein klirrendkalter Wintersternenhimmel. Ganz allerliebst und freudemachend.



Schade, sieht man nicht auf dem Foto. Das müsst ihr mir glauben.